Vogelarten auf Amrum

Das Wattenmeer ist Nationalpark und Weltnaturerbe. Ein Grund dafür ist seine Bedeutung für die Vogelwelt. Vielen Vogelarten dient das Wattenmeer und seine Küsten als Brutplatz, den Zugvögeln als Rastplatz. Bei der Vogelbeobachtung kommt aber immer wieder die Frage auf: Was ist das für ein Vogel? Daher finden Sie an dieser Stelle eine Übersicht aller Vogelarten, die typischerweise auf Amrum anzutreffen sind.

Alpenstrandläufer

Der Alpenstrandläufer ist ein Zugvogel und im Frühjahr und Herbst in großen Schwärmen im Wattenmeer anzutreffen. Im Flug bewegen sich die Schwärme wolkenartig auf und ab. Der Alpenstrandläufer frisst sich hier im Wattenmeer bei Amrum Fettreserven für den Weg an die Atlantikküste an, wo er den Winter verbringt. Seine Brutgebiete liegen in der baumlosen Tundra Nordeuropas. Zu erkennen ist er am braun gefleckten Gefieder und am langen, geradlinig geformten Schnabel, der zum Ende hin jedoch leicht nach unten weist. Mit diesem hinterlässt er ein feines Muster im Watt, das aussieht wie eine Nähmaschinen-Naht.

Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer

Austernfischer

Der Austernfischer ist ein Küstenvogel, der in direkter Ufernähe brütet. Wegen seines schwarz-weißen Gefieders und dem orangefarbenen Schnabel wird er auch als Küstenstorch bezeichnet.
Im Winter erhöht sich die Population am Wattenmeer deutlich, da die Vögel aus dem skandinavischen Norden hier überwintern. Der Austernfischer macht auch akustisch auf sich aufmerksam, denn sein Ruf ist unheimlich laut und kann fast schon als schrill bis lärmend bezeichnet werden.

Austernfischer sind reviertreu und können bis zu 40 Jahre alt werden.

Austernfischer
Austernfischer

Großer Brachvogel

Der große Brachvogel ist die größte Schnepfenart Europas. Bei etwa 50 cm Körperlänge hat er eine Spannweite von einem Meter. Sein gebogener Schnabel hat dabei eine überwältigende Länge von 20 cm. Der Brachvogel steht in Deutschland vor dem Aussterben. Er bleibt seinem Brutplatz treu, selbst wenn dieser trockengelegt und in ein Kartoffelacker umgewandelt wurde. Der Verlust seines Lebensraums führt dazu, dass er nur noch im Wattenmeer anzutreffen ist. Hier macht er Rast. Die Vögel stammen aus Sibirien und Skandinavien.

Der große Brachvogel hat einen flötenden, melodischen Ruf.

Brachvogel
Großer Brachvogel

Brandgans

Die Brandgans mit ihrem auffällig gezeichneten Gefieder und dem leuchtend roten Schnabel ist entlang der gesamten Nordseeküste heimisch. Im August versammeln sich bis zu 200.000 Tiere im Wattenmeer zur Mauser. Während dieser Zeit sind sie flugunfähig – hier im Wattenmeer haben sie nichts zu befürchten. Die Brandgans ist recht klein und wird daher häufig für eine Ente gehalten. Der Hals ist jedoch deutlich länger als bei einer Ente.

Interessant ist das Nistverhalten der Tiere. Wenn sie nicht genug geeignete Nisthöhlen finden, legen die Tiere Gemeinschaftsnester von bis zu 50 Eiern an, die dann gemeinsam bebrütet werden. Auch die Aufzucht der Jungtiere geschieht häufig in Form von Kindergärten – ein einzelnes Alttier betreut dann mehrere Küken.

Brandgans
Brandgans

Brandseeschwalbe

Die Brandseeschwalbe stellt hohe Anforderungen an ihre Brutplätze: Sie sucht sich ausschließlich ungestörte Vogelinseln aus, auf denen sie dann große Kolonien bildet. Die Brandseeschwalbe hat einen hellgrauen bis weißen Körper und schwarzes Kopfgefieder. Dabei unterscheidet sich die Brandseeschwalbe von anderen Seeschwalbenarten durch eine wie zerzaust wirkende Feder am Hinterkopf.

Das Jagdverhalten der Tiere ist spektakulär. Die Brandseeschwalbe steht zunächst kurzzeitig in geringer Höhe über der Wasseroberfläche, wobei sie den Gegenwind nutzt und die Wasseroberfläche konzentriert zu taxieren scheint. Die Beute wird dann in einem schnellen Tauchgang aus dem Wasser gefischt, die Vögel durchstoßen dabei mit hoher Geschwindigkeit die Wasseroberfläche. Den Jungen wird diese Technik an besonders fischreichen Gebieten in Küstennähe beigebracht.

Den Winter verbringt die Brandseeschwalbe an der afrikanischen Westküste. Erst im April finden sich die Tiere wieder im Wattenmeer ein.

Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe

Eiderente

Die Eiderente ist mit knapp zwei Kilogramm Lebendgewicht die schwerste Meeresente. Während das Weibchen in unspektakuläre Tarnfarben gewandet ist, fällt der Erpel das ganze Jahr über mit seinem prächtigen Federkleid – weiß mit schwarzen Schwanzfedern und schwarzer Kopfhaube – auf.

Die Eiderente ernährt sich überwiegend von Muscheln, die sie notfalls auch aus Wassertiefen von bis zu 20 Metern ertaucht. Die Eiderente ist übrwiegend an der Ostseeküste heimisch, sucht aber für die Mauser das Wattenmeer auf.

Eiderente
Eiderente

Gänse

Außer der Brandgans gibt es im Wattenmeer vor Amrum verschiedene Gänsearten zu sehen, die wie folgt unterschieden werden.

Graugans

Die Graugans ist die einzige Gänseart, die in Mitteleuropa brütet. Die Brutzeit beginnt bereits im Februar. Die ersten Ausflüge dürfen die kleinen Küken dann zur Osterzeit unternehmen. Den Winter verbringt die Graugans im tiefen Süden, man sieht sie dann in ausladenden Keilformationen am Himmel dahinziehen. Der Vogelzug wird meist von lautem Geschnatter begleitet, der zur Orientierung des Schwarms dient.

Im 19. Jahrhundert war die Graugans in Europa fast ausgestorben, da sie stark bejagt wurde. Im 20. Jahrhundert hat sich ihr Bestand erholt.

Graugans
Graugans

Nonnengans

Die Nonnengans wird auch Weißwangengans genannt. Dieser Name bezieht sich auf den weißen Kopf mit schwarzer Haube, der für die Tiere charakteristisch ist. Der Lebensraum der Nonnengans ist das küstennahe Meer, nur zur Brutzeit hält sie sich längere Zeit an Land auf. Der Lebensraum der Nonnengans liegt tief im Norden – in Russland und Grönland sind die größten Populationen vertreten. Den Winter verbringen die Tiere im Wattenmeer und sind bis in das Frühjahr hinein auch vor Amrum anzutreffen. Sie tendieren dazu, das Wintergetreide anzufressen und werden daher von Landwirten verscheucht.

Zunehmende Verbreitung findet auch die Kanadagans, die der Nonnengans ähnelt. Die Kandagans ist jedoch deutlich größer als die Nonnengangs und hat lediglich einen weißen Streifen an den Wangen, kein weißes Gesicht.

Nonnengans
Nonnengans

Ringelgans

Die Ringelgans ist in Sibirien heimisch und macht im Wattenmeer vor Amrum nur Pause auf ihrem Weg nach Westeuropa, wo sie den Winter verbringt. In den Wintermonaten klingt dann ihr charakteristischer Ruf über das Wattenmeer und die Halligen, der dem Wortlaut “Rott Rott Rott” ähnelt.

Die Ringelgans ernährt sich rein vegetarisch und benötigt daher große Mengen Grünfutter. Häufig ist diese Art daher an der ufernahen Küste und ihren Salzwiesen anzutreffen. Doe Ringelgans ist gut an dem weißen Ring unterhalb des Kopfes in ihrem ansonsten schwarzen Kopf- und Halsgefieder zu erkennen.

Ringelgans
Ringelgans

Kiebitz

Der Kiebitz war lange allgegenwärtig und seine Anwesenheit selbstverständlich. Im März kehren sie aus ihren Winterrevieren in Frankreich zurück und widmen sich alsbald der Balz, die stets vom charakteristischen Ruf “Kie-Witt” und rasanten Sturzflügen begleitet wird. Auffällig ist das Flugbild des Kiebitz. Seine runden, symmetrisch wirkenden Flügel wirken greifvogelähnlich. An Land sind seine übermäßig lang wirkenden Beine, sein grünlich schimmerndes Gefieder und seine aufgestellte Kopffeder ein weiteres Erkennungsmerkmal. Auf Amrum sieht man den Kiebitz häufig Enten und Gänse anfliegen, die sich seinem Nistplatz nähern.

Als Wiesenbrüter hat der Kiebitz heute allerdings schlechte Karten. Seine Nester inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen haben nurmehr geringe Aussichten auf Erfolg, weitere Küken verhungern kläglich in den industriell-agraren Todeszonen, die frei von Insekten sind. Der Bestand des Kiebitz ist stark rückläufig.

Kiebitz
Kiebitz

Knutt

Der Knutt wird häufig in großen Schwärmen im Watt gesichtet, und doch selten erkannt. Der Grund ist, dass er in Europa nicht heimisch ist und lediglich im Frühjahr und im Herbst im Wattenmeer Station macht. Die Brutgebiete liegen in Kanada und Nordsibirien, den Winter verbringen die Tiere in Westeuropa oder Westafrika. Der Knutt ist ein echter Fernreisender.

Der Knutt weist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Alpenstrandläufer und dem Sanderling auf, mit dem er zuweilen auch verwechselt wird. Zwei entscheidende Kriterien machen den Knutt allerdings unverwechselbar: Er ist extrem gesellig und wird während seiner Wanderungen so gut wie nie einzeln angetroffen – ganz im Gegensatz zum Alpenstrandläufer. Auch bei der Nahrungssuche im Watt bleiben die Knutts eng in zumeist größeren Gruppen zusammen und bewegen sich langsam aber beständig vorwärts. Im Gegensatz zum gedrungenen Sanderling hat er gelbe Beine, die recht kurz wirken. Der Schnabel des Knutt wirkt abgerundet, stumpf und leicht verkürzt. Die Beine des Knutts sind gelblich mit einer auffällig grünlichen Färbung. In’s Auge springt außerdem die weiße Bauchfläche des Knutt.

Knutt

Kormoran

Der Kormoran gilt als versierter Jäger und seine Populationen werden daher von der Fischerei argwöhnisch beäugt. Das ist mithin an Ignoranz kaum zu überbieten – sind die wahren Fischkiller und Meereszerstörer doch Grundschleppnetze und industrielle Fangflotten.
Sein Bestand entlang der deutschen Küsten galt bis in die 1990er Jahre hinein als gefährdet.

Der Kormoran ist ein geduldiger Jäger, der häufig an erhöhten Positionen – z.B. Pfählen – auf günstige Gelegenheiten wartet. Im Flug und auf der Jagd ist der schwarze Vogel ein eleganter und majestätischer Anblick. Charakteristisch für den Kormoran ist sein Fangschnabel, der ähnlich einem Widerhaken geformt ist.

Auf der Jagd stößt der Kormoran aus großer Höhe durch die Wasseroberfläche und taucht nach Fischen. Im Anschluss muss er sein Gefieder gründlich trocknen – hierzu sucht er sich einen geschützen Ort und stellt seine Schwingen seitlich auf.

Kormoran
Kormoran

Möwen

An der gesamten Nordseeküste sind Möwen heute allgegenwärtig. Ob sie am Strand nach Nahrung suchen oder in großen Schwärmen Fischkutter verfolgen – sie sind auffällig und prägen das Bild der Vogelwelt auch auf Amrum. Gleichsam sind auf Amrum ganz unterschiedliche Möwenarten heimisch. Sie sind nicht immer einfach zu unterscheiden, deswegen werden hier zu jeder Möwenart die spezifischen Merkmale dargestellt.

Heringsmöwe

Wie bei allen großen Möwenarten sind die jungen Heringsmöwen in den ersten drei Lebensjahren grau gesprenkelt. Erst im Anschluss entwickelt sich die helle Farbe der Heringsmöwe. Auf der Oberseite an Flügeln und Rücken ist sie bei der Heringsmöwe allerdings eher grau als weiß. In dieser Hinsicht gleicht sie der größeren Mantelmöwe. Allerdings hat die Heringsmöwe gelbe Füße, wahrend die Füße der Mantelmöwe auffallend rosa sind.

Die Heringsmöwe ernährt sich heute vordergründig von Fischereiabfällen, die von den entsprechenden Flottenschiffen entsorgt werden. Krebse und Fischinnereien werden erbeutet, indem Fischkutter äußerst ausdauernd verfolgt werden. Die Heringsmöwe kann dabei mühelos 130 km an einem Tag zurücklegen und gilt als ausdauernder Flieger. Zusätzlich sucht die Möwe im Watt nach Futter.

Merkmale der Heringsmöwe

  • Beine: gelb
  • Augen: gelb
  • Mantel: Dunkel bis schwarz
  • Schnabel: Schlank mit rotem Punkt
Heringsmöwe
Heringsmöwe

Lachmöwe

Die Lachmöwe verdankt ihren Namen ihrem charakteristischen Ruf, der nach einem durchdringenden Lachen klingt. Sie ist eine kleinere Möwenart. Charakteristisch ist ihre schwarze Gesichtsmaske, die im Winter jedoch durch deutliche schwarze Ohrflecken ersetzt werden. Die Lachmöwe ist heute allgegenwärtig und nicht an spezielle Nahrungsgewohntheiten gebunden – vermutlich hat sie sich auch daher so erfolgreich von Island bis in das tiefste Sibirien entlang der gesamten eurasischen Nordküste verbreitet. Unter anderem gilt die Lachmöwe als Luftpirat und macht anderen Vögeln häufig ihre Beute streitig.

Merkmale der Lachmöwe

  • Beine: dunkelrot
  • Augen: schwarz
  • Mantel: hellgrau
  • Schnabel: dunkelrot
  • Besondere Merkmale: Schwarze Kapuze, im Flug weißer Keil in der Flügelspitze
Lachmöwe
Lachmöwe

Mantelmöwe

Die Mantelmöwe ist die größte europäische Möwenart. Ihre Spannweite kann bis zu 1,7 Meter betragen, wobei sie auf ein Gewicht von zwei Kilogramm kommt. Die Mantelmöwe ist gut an ihren schwarz aussehenden Deckflügeln zu erkennen – die sich allerdings erst im Laufe des Lebens entwickeln. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind die rosafarbenen Beine und Füße der imposanten Mantelmöwe.

Die Mantelmöwe meidet die Nähe von Menschen und lebt vorwiegend im nördlichen Skandinavien. Brutreviere in Deutschland wurden erst in den 1980er Jahren festgestellt. Ab Juli treffen Mantelmöwen in großer Zahl im Wattenmeer vor Amrum ein, um hier zu mausern, setzen ihre Wanderung aber im Herbst weiter in Richtung Südwesten fort. Die Mantelmöwe ist ein Einzelgänger, schließt sich jedoch zeitweise Kolonien anderer Möwenarten an.

Die Mantelmöwe ist eine räuberische Möwe, die andere Vögel erjagt und Gelege plündert. Dabei macht sie selbst vor Silbermöwen nicht halt. Sie gilt als größter natürlicher Feind ziehender Kleinvögel im Wattenmeer. Außerdem ernährt sie sich von den Fischereiabfällen, die nach wie vor in großer Menge durch die Fangflotten verklappt werden. Die Mantelmöwe meidet das Hinterland und hält sich ausschließlich an der Küste auf.

Merkmale der Mantelmöwe

  • Beine: rosa
  • Augen: gelb
  • Mantel: dunkel
  • Schnabel: sehr kräftig mit rotem Fleck
  • Besondere Merkmale: Fliegt mit langsamen, wuchtigen Flügelschlägen
Mantelmöwe
Mantelmöwe

Silbermöwe

Die Silbermöwe ist eine weitere Großmöwe. Charakteristisch für die Silbermöwe sind ihre silbrigen Schwingen, während der restliche Körper reinweiß erscheint. Auffällig sind ihre leuchtend gelben Augen und ein ebensolcher Schnabel. Die Silbermöwe ernährt sich vorwiegend von Fischabfällen, Muscheln und Krabben.

Die Silbermöwe brütet in großen Kolonien und ist oft über Jahre ihrem Brutgebiet treu.

Merkmale der Silbermöwe

  • Beine: rosa
  • Augen: gelb
  • Mantel: hellgrau
  • Schnabel: gelb mit rotem Fleck
  • Besondere Merkmale: Folgt häufig und ausdauernd Schiffen
Silbermöwe
Silbermöwe

Sturmmöwe

Die Sturmmöwe ist die kleine Schwester der deutlich größeren Silbermöwe. Ihre Augen weisen keine gelbliche Färbung auf sondern erscheinen ganz schwarz. Die Sturmmöwe wagt sich (besonders bei Sturm – daher ihr Name) weit in das Landesinnere vor und brütet auch im Binnenland in direkter Nähe zum Wasser. Allein auf Amrum brüten etwa 1200 Möwenpaare, dort befindet sich somit das größte Brutrevier der Sturmmöwe im Wattenmeer.

Im alten Land bei Hamburg gilt die Sturmmöwe als Plagegeist, weil sie fast schon systematisch die dortigen Kirschbäume plündert.

Merkmale der Sturmmöwe

  • Beine: gelb
  • Augen: schwarz
  • Mantel: hellgrau
  • Schnabel: gelb, wirkt kompakt
  • Besondere Merkmale: Deutlich kleiner als die großen Raubmöwen, zieht sich bei Sturm in das Hinterland zurück
Sturmmöwe
Sturmmöwe

Rotschenkel

Auffällig und gut erkennbar ist auch der Rotschenkel. Zuweilen wird er mit der Pfuhlschnepfe verwechselt – aber sein geradlinig geformter Schnabel und seine leuchtend roten Beine machen ihn unverwechselbar. Die Beine des Rotschenkel und auch sein Schnabel erscheinen zudem auffällig lang.

Rotschenkel
Rotschenkel

Pfuhlschnepfe

Die Pfuhlschnepfe stammt aus der sibirischen Taiga sowie aus Skandinavien. Er ist ein echter Langflieger: Innerhalb weniger Tage kann die Pfuhlschnepfe bis zu 10.000 Kilometer zurücklegen. Auf Amrum wird die Pfuhlschnepfe gelegentlich gesichtet – bei Hochwasser zieht sie sich gerne an die geschützten Strände am Ual Kliff zurück. Der etwa entengroße Vogel mit den langen Beinen verfügt über einen imposanten Schnabel, mit dem er den Boden des Wattenmeers durchpflügt.

Pfuhlschnepfe
Pfuhlschnepfe

Sanderling

Der Sanderling ist dem Knutt und dem Alpenstrandläufer sehr ähnlich, so dass er häufig verwechselt wird. Die Verwandschaft innerhalb der Familie der Schnepfenvögel ist sehr eng. Der Sanderling ist deutlich größer als der kleine Alpenstrandläufer und bewegt sich bei der Nahrungssuche auffallend flink durch das küstennahe Watt. Der Sanderling wirkt immer, als sei er in Eile und verliert dabei auch den direkten Kontakt zu seinen Artgenossen. Dabei wirken seine Beine kürzer und seine Körperform gedrungen. Auffällig ist seine große, weiße Bauchfläche.
Auf Amrum ist der Sanderling im Mai und dann erst wieder von Juli bis Oktober anzutreffen.

Sanderling
Sanderling

Steinwälzer

Ein echtes Schmuckstück unter den Küstenvögeln ist der Steinwälzer, dessen Revier flache Uferregionen sind. Hier ist er bevorzugt an sandigen Stränden anzutreffen, die von kleinen Steinen und Seetang gesäumt sind. Seinem Namen macht er dabei alle Ehre: Mit seinem kräftigen Schnabel wälzt er Steine um und scheint sich regelrecht durch Tang und Algen zu “graben”. So fängt er Insekten und kleine Krabben. Sein Federkleid wirkt bunt gefleckt, ist aber die perfekte Tarnung für seinen Lebensraum. Auf Amrum können Sie den Steinwälzer regelmäßig am Strand der Wattseite beobachten.

Steinwälzer
Steinwälzer

Quelle für die Vogelbilder

Sie vermissen einen Vogel? Diese Übersicht ist noch nicht vollständig und wird demnächst weitergeführt. Ich selbst bin kein Vogelfotograf. Alle Bilder stammen von der Seite pixabay.com und wurden per Spende vergütet. Vielen Dank an die jeweiligen Fotografen.

Inselheld

Inselheld

Inselfan und Autor des Insel-Leben.de Projektes. Jede freie Minute wird der schönsten Nebensache der Welt gewidmet - der Erkundung der schönsten Inseln und dem Schreiben darüber.

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