Der Kniepsand – der unglaubliche Strand von Amrum

Der Kniepsand ist der mächtige Strand der Insel Amrum. Er ist eine ehemalige Sandbank, die im Laufe der Zeit immer näher an die Insel herangerückte und sich schließlich mit ihr vereinigt hat. Der Kniepsand liegt über dem Meeresspiegel, bildet somit einen so genannten Hochsand, und wird demnach auch während der Flut nicht von der Nordsee überspült.

Welche Bedeutung hat der breite Strand für die Insel Amrum?

Heute schmiegt der Kniepsand sich wohlig an die Westküste der Insel und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Im Sommer ist sie besonders bei den jungen Badegästen und ihren Familien beliebt. Durch die seicht abfallende Höhe können auch die kleinsten Kinder hier gefahrlos im Wasser spielen, immer unter den wachsamen Augen ihrer Eltern.

Der Kniepsand – viel Platz zum Spielen

Auch für Erwachsene bietet der Kniepsand viel Platz zum Spielen – etwa zur Errichtung der zahlreichen Strandhütten, die in der jährlichen Hochsaison auf dem Sand erschaffen werden. Galleonsfigur dieser Bewegung ist der Künstler Otfried Schwarz alias Panscho, der die erste Burg Otti’s Strandburg errichtete.

Für die Insel Amrum spielt der Kniepsand eine noch weitaus gewichtigere Rolle. Der durch den Wind verwehte Sand verfängt sich in den Dünen und gleicht so Verluste aus, die durch Sturmfluten im Winter regelmäßig entstehen. So ist Amrum heute eine der wenigen Nordseeinseln, dessen Landfläche zunimmt.

Der Sandstrand ist noch immer in Bewegung – für die nächsten Jahrhunderte wird eine Wanderung des Sandes um die Nordspitze der Insel – die Odde – prognostiziert. Damit dürfte sie den gleichen Weg wie viele Spaziergänger wählen – auch wenn der Kniepsand der Insel Amrum geologisch gesehen nicht zugerechnet wird.

Strandkörbe am sonnigen Kniepsand
Strandkörbe am sonnigen Kniepsand bei Norddorf

 Der Kniepsand ist die Lebensversicherung der Insel Amrum

Direkt im Anschluss an den Kniepsand ist auf Amrum eine grandiose Dünenlandschaft entstanden. Die Dünen sind die Lebensversicherung der Insel – sie schützt vor Sturmfluten und trägt dazu bei, dass der freie Sand sich fängt. So erhalten die Dünen vom Strand her stets neue, sandige Nahrung, um ihre schützende Hand über die Insel zu halten. Der schützende Dünengürtel bewahrt zudem den Wald der Insel vor der Versandung. Die gsamte Dünenlandschaft steht unter strengem Naturschutz. Auf den weit verzweigten Bohlenwegen der Inseln kann aber die einzigartige Natur bedenkenlos durchwandert werden. Diese Bohlenwege werden Sie in bester Erinnerung behalten.

Sonnenuntergang am Kniepsand
Sonnenuntergang am Kniepsand
Inselheld

Inselheld

Inselfan und Autor des Insel-Leben.de Projektes. Jede freie Minute wird der schönsten Nebensache der Welt gewidmet - der Erkundung der schönsten Inseln und dem Schreiben darüber.

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